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Chancen 2020 - die Bibliothekskonferenz

"Chancen 2020" gibt Perspektiven und Zukunftstipps für Bibliotheken

Wie bleiben Bibliotheken als Innovationstreiber ihrer Kommunen im nächsten Jahrzehnt erfolgreich? Antworten gab es bei "Chancen 2020 – Zukunft sichern" am 12. und 13. Februar 2020 in Hamburg. Rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitierten von den Expertenvorträgen der gemeinsamen Bibliothekskonferenz des Berufsverbands Information Bibliothek e.V. (BIB), des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. (dbv) und der ekz.bibliotheksservice GmbH.

"Bibliotheken werden in der Stadt der Zukunft einen prominenten Platz einnehmen. Dazu brauchen wir vorausschauende Stadtplanung, solide Strategieentwicklung, starkes Leadership und proaktive Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Und wir brauchen überzeugte Berufseinsteiger, die ihre Begeisterung mit Menschen teilen." Mit diesem Statement umreißt Johannes Neuer, Bibliothekarischer Direktor der ekz, das Vortragsprogramm von Chancen 2020.

Dr. Robert Kaltenbrunner vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung skizzierte eine von der Digitalisierung geprägte Stadt der Zukunft. Es entstehe ein stärkeres Bedürfnis nach Orientierung, das Bibliotheken als Orte der Kommunikation befriedigten. Sie sollten nicht nur Medien, sondern auch Orte anbieten, die es in der Kommune sonst nicht gebe, appellierte Kaltenbrunner. Eine medial erlebte Öffentlichkeit ersetze nicht die räumlich erfahrbare. Hierin sieht er Parallelen zwischen Bibliotheken und dem öffentlichem Raum: "Jede Bibliothek ist eine kleine Stadt."

Die Transformation stellte ebenfalls Julian Zurek in den Mittelpunkt. Der Berater, Moderator und Trainer für Organisations- und Strategieentwicklung formulierte anhand des "Golden Circle"-Modells Fragen an die Bibliotheken. Etwa, ob und wofür die Menschen sie in Zukunft brauchen und in welchem Bereich sie "die besten" werden wollen. Zurek empfahl den Bibliotheken, sich große und motivierende Ziele zu setzen.

Um in Zukunft eine zentrale Rolle zu spielen, müssen Bibliotheken sich stärker vernetzen – weit über die eigene Kommune hinaus. Wie schlagkräftige Lobbyarbeit und  eine zukunftsfähige Finanzierung aussieht, illustrierte John Chrastka von der NGO #EveryLibrary mit Beispielen aus den USA. Menschen begeistern sich für Bibliotheken aufgrund verwurzelter Überzeugungen, gelebter Werte und einer gesellschaftlichen Vision. Es sei daher gerade an den sich ihrer Mission bewussten Profis selbst, Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Finanzierung der Bibliotheken zu sichern.

Für die zukunftsorientierte Aufstellung eines Unternehmens ist ein motivierter Nachwuchs unerlässlich. Die heutigen Berufseinsteiger aus der Generation Z und ihre Erwartungen an den Arbeitsplatz beschrieb Ausbildungsexperte Felix Behm. Er markierte die Unterschiede zu den vorangegangenen Generationen X und Y. Als Grundbausteine für  eine optimale Ausbildung beschrieb er eine sinnstiftende Arbeit, Wertschätzung und Perspektiven.

Die Pausen zwischen den Vorträgen im Forum Finkenau der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg boten Gelegenheit zu Diskussion und Austausch. Am Vorabend gab es Führungen durch die Zentralbibliothek der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen, die gerade umgebaut wird. Die Einrichtung, in der Menschen aus der ganzen Welt ein und aus gehen und die vielfältigen Angebote nutzen, zeigt, wie Bibliotheksarbeit in Zukunft aussehen kann. Eine 3D-Vorschau des fertigen Umbaus und ein Empfang zum Netzwerken rundeten den Abend ab.

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Ihr Ansprechpartner:
Johannes Neuer
Telefon 07121 144-111
Johannes.Neuer(at)ekz.de